Ein aktueller Artikel über unser Forschungsprojekt SWILT in “Der Standard” befasst sich mit dem Konzept der Schwarmintelligenz und ihrer Anwendung bei der Herstellung von Computerchips und untersucht, wie die Prinzipien der Natur den technischen Fortschritt beeinflussen können.
Die zentrale Idee dreht sich um die Selbstorganisationsfähigkeiten von Schwärmen, bei denen einzelne Lebewesen einfachen Regeln folgen, um gemeinsam komplexe Ziele zu erreichen, was Vorteile wie erhöhte Sicherheit vor Raubtieren oder effizientere Nahrungssuche mit sich bringt. Dieses Prinzip wird nun auf den Herstellungsprozess von Computerchips übertragen, die als Wafer in einer Abfolge komplizierter Schritte wie Ätzen, Belichten, Brennen und Polieren hergestellt werden. Da sich die Produkte durch verschiedene Maschinen bewegen und um Fertigungsplätze konkurrieren, wird die Steuerung der Produktion zu einer äußerst komplexen Aufgabe. Die Forscher konzentrieren sich auf die Entwicklung eines “Schwarmalgorithmus”, der es Produkten und Maschinen ermöglicht, sich auf der Grundlage lokal verfügbarer Informationen zu koordinieren und so den dezentralen Entscheidungsprozess nachzuahmen, der in natürlichen Schwärmen zu finden ist (“Computerchip-Produktion nach dem Vorbild Tierschwarm”, Der Standard, 10. Juli 2020).